Referendariat: So bereitest du dich optimal auf den Start vor

Der Start ins Referendariat markiert einen wichtigen Übergang in deinem Berufsleben. Neben Unterrichtsvorbereitung, neuen Rollen und organisatorischen Abläufen stehen auch grundlegende Entscheidungen für deine persönliche Zukunft an, die langfristige Auswirkungen haben können. Besonders Themen rund um Absicherung, Krankenversicherung und den eigenen Gesundheitszustand werden häufig unterschätzt oder aufgeschoben. Dieser Beitrag hilft dir dabei, rechtzeitig Orientierung zu gewinnen, typische Fehler zu vermeiden und die Phase vor dem Referendariat sinnvoll zu nutzen.

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Autor
Robin Kraft
Geschäftsführer
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Der Übergang ins Referendariat: Was sich jetzt grundlegend ändert

Mit dem Beginn des Referendariats veränderst du deinen Status. Aus dem Studium kommend trittst du in eine Phase ein, in der du erstmals regelmäßig Bezüge erhältst und in vielen Bundesländern als Beamtenanwärterin oder Beamtenanwärter geführt wirst. Diese Veränderung betrifft nicht nur deine berufliche Rolle, sondern auch organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen. Gerade im Bereich der Absicherung ergeben sich neue Wahlmöglichkeiten, die vorher entweder nicht relevant oder nicht verfügbar waren.

In dieser Übergangsphase treffen viele Entscheidungen zeitlich zusammen. Neben Wohnort, Schulform und persönlicher Organisation rücken Fragen in den Vordergrund, die bisher wenig Aufmerksamkeit erhalten haben. Besonders das Thema Referendariat und Krankenversicherung gewinnt jetzt an Bedeutung, weil sich mit dem neuen Status auch die Grundlagen der Absicherung ändern. Wer diese Veränderungen frühzeitig versteht, kann deutlich entspannter in die neue Lebensphase starten.

Referendariat und Krankenversicherung: Warum dieses Thema jetzt entscheidend ist

Während des Studiums bist du in der Regel gesetzlich krankenversichert. Dies geschieht entweder im studentischen Tarif oder über die Familienversicherung. Mit dem Beginn des Referendariats ändert sich deine Situation jedoch grundlegend. Du wechselst aus dem Status als Studierende oder Studierender in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis und erhältst in vielen Bundesländern den Status als Beamtin oder Beamter auf Widerruf.

Mit diesem Status geht in der Regel ein Anspruch auf Beihilfe einher. Beihilfe bedeutet, dass dein Dienstherr einen großen Teil deiner Krankheitskosten übernimmt. Der Beihilfesatz liegt häufig bei 50 Prozent, kann jedoch je nach Bundesland und persönlicher Situation (z. B. Kinder, Familienstand) abweichen. Die verbleibenden Kosten müssen eigenständig abgesichert werden. Genau an diesem Punkt gewinnt das Thema Krankenversicherung im Referendariat deutlich an Bedeutung.

Die Entscheidung für eine bestimmte Form der Absicherung betrifft nicht nur die monatlichen Beiträge. Sie kann auch Auswirkungen auf den Leistungsumfang, die Abrechnung von Behandlungskosten und mögliche spätere Wechsel haben. Wer sich frühzeitig mit diesen Zusammenhängen beschäftigt, schafft Klarheit und reduziert das Risiko späterer Überraschungen.

Gesundheitszustand einfrieren im Referendariat

Es heißt immer wieder, dass es sinnvoll ist, den Gesundheitszustand „einzufrieren“. Doch was bedeutet das konkret? Gemeint ist kein rechtliches Einfrieren im wörtlichen Sinn, sondern der Umstand, dass der Gesundheitszustand zum Zeitpunkt einer Antragstellung die Bewertungsgrundlage bildet, wenn du vor Beginn des Referendariats bestimmte Entscheidungen triffst. Berücksichtigt wird alles, was zu diesem Zeitpunkt medizinisch bekannt und anzugeben ist.

Nach Vertragsabschluss erfolgt keine erneute Gesundheitsprüfung aufgrund später auftretender Erkrankungen. Treten nach dem Start des Referendariats beispielsweise Rückenprobleme, psychische Belastungen, Allergien oder andere Diagnosen auf, haben diese auf bereits getroffene und korrekt beantragte Entscheidungen keinen rückwirkenden Einfluss. In diesem Sinne wird der Gesundheitszustand auf dem damaligen Stand bewertet.

Wird eine Entscheidung hingegen erst später getroffen, fließen alle neuen Diagnosen mit ein. Das kann dazu führen, dass bestimmte Möglichkeiten eingeschränkt werden oder höhere Beiträge entstehen. Genau deshalb ist das Gesundheitszustand einfrieren im Referendariat für viele angehende Lehrkräfte ein wichtiger Aspekt, der häufig erst sehr spät verstanden wird.

GKV oder PKV im Referendariat: Ein neutraler Blick auf beide Systeme

Für viele angehende Lehrkräfte lautet eine der zentralen Fragen: GKV oder PKV im Referendariat? In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleibt der Leistungsumfang grundsätzlich konstant, während sich die Beiträge am Einkommen orientieren. Ob und in welcher Form eine Beihilfe berücksichtigt wird, ist dabei vom jeweiligen Bundesland abhängig. Einige Länder gewähren eine pauschale Beihilfe, die einen Zuschuss zum Krankenversicherungsbeitrag vorsieht. Andere Länder lassen keine Unterstützung zukommen, sodass der Beitrag vollständig selbst getragen werden muss.

In der privaten Krankenversicherung (PKV) ist die Beihilfe hingegen fester Bestandteil des Systems. Hier wird lediglich der Teil abgesichert, den der Dienstherr nicht übernimmt. Daraus ergibt sich eine andere Beitragslogik, die häufig zunächst günstiger erscheint. Ein häufiger Fehler besteht jedoch darin, die Entscheidung ausschließlich anhand des monatlichen Beitrags zu treffen. Ein reiner Kostenvergleich greift zu kurz, da Leistungsunterschiede, langfristige finanzielle Auswirkungen sowie spätere Wechseloptionen unberücksichtigt bleiben.

Ob GKV oder PKV im Referendariat die bessere Wahl ist, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab. Neben finanziellen Überlegungen spielen auch persönliche Lebensplanung, gesundheitliche Situation und berufliche Perspektiven eine wichtige Rolle. Entscheidend ist, beide Systeme nüchtern zu betrachten und zu verstehen, weshalb sich der Versicherungsstatus mit dem Eintritt ins Referendariat verändert.

Typische Fehler vor dem Start ins Referendariat und wie du sie vermeidest

Viele angehende Referendarinnen und Referendare beschäftigen sich erst sehr spät mit wichtigen Entscheidungen. Zeitdruck kurz vor dem Start führt dann dazu, dass Lösungen schnell gewählt werden, ohne die langfristigen Folgen zu überblicken. Häufig spielen auch gut gemeinte Ratschläge aus dem Freundes- oder Familienkreis eine Rolle, die jedoch nicht auf die eigene Situation passen.

Ein weiterer häufiger Fehler besteht darin, den eigenen Gesundheitszustand als selbstverständlich anzusehen und davon auszugehen, dass sich daran nichts ändert. Gerade das Thema Gesundheitszustand einfrieren im Referendariat zeigt, wie wichtig der Zeitpunkt einer Entscheidung ist. Wer diese Phase ungenutzt verstreichen lässt, verschenkt unter Umständen wertvolle Flexibilität.

Aussagen wie „Das ist später egal“ oder „Man kann jederzeit problemlos wechseln“ stimmen beim Thema GKV oder PKV so pauschal nicht. Wechsel sind an rechtliche und persönliche Voraussetzungen gebunden und nicht in jeder Lebensphase gleich einfach möglich. Eine ruhige und sachliche Auseinandersetzung hilft dir, typische Fehler zu vermeiden und selbstbestimmt zu entscheiden.

Orientierung durch Begleitung: Unterstützung vor dem Referendariat nutzen

Gerade weil viele Entscheidungen nicht so einfach sind und Unsicherheiten auslösen, ist eine strukturierte Begleitung sinnvoll. Der Zeitraum vor dem Start ins Referendariat bietet dafür ideale Voraussetzungen. Der Gesundheitszustand ist oft noch optimal, der zeitliche Druck geringer und die Offenheit für Informationen höher. In dieser Phase lassen sich Zusammenhänge in Ruhe verstehen und individuelle Fragen klären.

Für genau diese Situation bietet der Deutscher Lehrerverbund praktische Informationen an. Unser Ziel ist es, angehende Referendarinnen und Referendare dabei zu unterstützen, ihre persönliche Ausgangslage einzuordnen und fundierte Entscheidungen zu treffen. Dabei steht nicht der Abschluss einzelner Produkte im Vordergrund, sondern das Verständnis für die eigenen Optionen und deren langfristige Auswirkungen.

Eine solche Unterstützung kann helfen, den Blick zu schärfen und typische Denkfehler zu vermeiden. Wer sich frühzeitig informiert, startet mit einem sicheren Gefühl ins Referendariat und kann sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: die pädagogische Entwicklung und den Einstieg in den Lehrerberuf.

Häufige Fragen & deren Antworten

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Warum sollte ich mich schon vor dem Referendariat mit Krankenversicherung beschäftigen?

Vor dem Start ins Referendariat hast du oft die größte Flexibilität. Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, basieren auf deinem aktuellen Gesundheitszustand und können langfristig vorteilhaft sein. Später kommen Zeitdruck und neue Faktoren hinzu, die die Auswahl einschränken können.

Welche Rolle spielt die Beihilfe im Referendariat?

Die Beihilfe übernimmt einen Teil der Krankheitskosten für Beamtenanwärterinnen und Beamtenanwärter. Art und Ausgestaltung der Beihilfe unterscheiden sich jedoch je nach Bundesland, wodurch sich die Struktur der Absicherung und die verfügbaren Optionen verändern können.

Warum ist ein reiner Beitragsvergleich nicht ausreichend?

Monatliche Kosten sagen wenig über langfristige Auswirkungen aus. Leistungen, Beihilfe, spätere Entwicklungen und persönliche Lebensplanung sind ebenso relevant. Ein reiner Zahlenvergleich greift daher oft zu kurz und kann zu falschen Schlüssen führen.

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